Gute Beispiele, Projekt
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Die Preisträger – Auszeichnungsveranstaltung des „Inklusionspreises Sport 2021 für sächsische Vereine“

Zum zweiten Mal hat der Sächsische Behinderten- und Rehabilitationssportverband (SBV) den „Inklusionspreis Sport 2021 für sächsische Vereine“ verliehen. Nach einer mehrwöchigen Bewerbungsphase und dem anschließenden Votum der 7-köpfigen Fachjury stehen nun die drei Preisträger fest. Die drei ausgezeichneten Sportvereine erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro, das dankenswerterweise von der Porsche AG gestiftet wurde.

Am Dienstag, den 21. September 2021 hat die Auszeichnungsveranstaltung im Internationalen Kongress Center in Dresden stattgefunden. Der Einladung folgten Vertreter*innen aus Sport, Politik und Medien sowie Interessenvertreter*innen der Menschen mit Behinderung.

Die Moderatorin Eike Papsdorf eröffnete den Abend. Im Anschluss begrüßte der SBV-Präsident Uwe Jahn die Gäste, bedankte sich für die Möglichkeit einen Abend in dieser Form stattfinden lassen zu können und berichtete von der Inklusionsarbeit im eigenen Verband. Der Dank richtete sich auch an Dr. Joachim Lamla, kaufmännischer Geschäftsführer der Porsche Leipzig GmbH, der im Anschluss das Wort ergriff und den Teilnehmenden die Werte hinter dem Sponsoring im Bereich Inklusion im und durch den Sport näher brachte.

Die Auszeichnungsveranstaltung bot außerdem eine Bühne, um weiterführende Einblicke in das SBV-Projekt „miss – Mehr Inklusion im Sport in Sachsen“ zu geben, welches von der Aktion Mensch gefördert wird. Die Projektleiterin Anne Findeisen (im Bild xx) erklärte dabei den Beitrag der eigenen sowie der Verbandsarbeit auf dem Weg hin zu mehr gleichberechtigter Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Sport, die Ziele des Projektes und die vielfältigen Aufgaben dabei. Es ist nicht nur wichtig neue inklusive Angebote zu schaffen, sondern auch bestehende Angebote sichtbar zu machen, die Kommunikation zu unterstützen und Zielgruppen zusammen zu bringen – Sportvereine und Sportinteressierte, Spportler*innen mit und ohne Behinderung. Der Inklusionspreis ist dabei eine gute Möglichkeit, um bestehende Inklusionsarbeit hervorzuheben. Nicht nur, dass im Bewerbungsprozess eine Fülle interessanter Projekte kennengelernt werden durften, auch sollen der Preis und die Preisträger dazu beitragen, dass andere Vereine Motivation fassen, sich dem Thema Inklusion im Sport anzunehmen und sich eingeladen fühlen, sich zu vernetzen.

In der Kategorie der Vereine bis 100 Mitglieder konnte sich das Radkultur-Zentrum Vogtland durchsetzen. 2001 als inklusiver Verein gegründet, unternimmt das Radkultur-Zentrum gemeinsame inklusive Radtouren, bietet Kurse an, organisiert ein jährliches Radrennen und berät zum Thema Spezialräder für gehandicapte Personen. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem Tandems, Sesselräder, Dreiräder, Handbikes und Rollstühle. Zudem wird an Schulen und in Kindergärten Aufklärungsarbeit betrieben sowie europaweite Netzwerkarbeit gepflegt.

Bei den Vereinen bis 250 Mitglieder fiel die Wahl auf den 1. Wassersportverein Lausitzer Seenland (1. WSVLS). Der 2003 gegründete Verein bietet seit 2013 inklusiven Wassersport an und wurde 2014 als Inklusionsstandort des Sailing Teams Germany ernannt. Als Ausrichter von bedeutenden Sportveranstaltungen, wie der Internationalen Deutschen Meisterschaft im Para Segeln, hat sich der Verein auch überregional einen Namen gemacht. Mit Projekten, wie „Kids for Inclusion“, bei dem Kinder mit Behinderung für den Segelsport begeistert werden sollen, wird nachhaltige und inklusive Nachwuchsarbeit betrieben.

Preisträger in der Kategorie über 250 Mitglieder ist der SV Motor Mickten-Dresden. 1952 als BSG Motor Mickten gegründet, ist der Verein bereits seit 1983 offen für Menschen mit Beeinträchtigungen. Zu den inklusiven Sportangeboten zählen Tischtennis, Eltern-Kind-Sport, Rollstuhltanz und Adipositas-Sport. Im Verein werden außerdem E-Rolli-Fußball und Kegeln für Hörgeschädigte angeboten. Der Verein arbeitet eng mit Schulen, unter anderem im Rahmen von Ganztagsangeboten, sowie mit Selbsthilfegruppen und dem Klinikum Dresden-Neustadt zusammen.

SBV-Vizepräsidentin Simone Zimmermann, die auch der Jury angehörte: „Die Preisträger leben sichtbar eine inklusive Vereinskultur und verfolgen dabei einen nachhaltigen Ansatz. Es ist das Ziel unserer Preisverleihung, dass möglichst viele andere Sportvereine diesen Beispielen folgen. Sportangebote sollten allen Interessierten, unabhängig von möglichen Handicaps, offenstehen.“

Außerdem in der Jury vertreten: Christian Dahms (Generalsekretär, Landessportbund Sachsen), Holger Nikelis (2-facher Paralympics-Sieger im Para-Tischtennis), Christoph Herzog (Bundestrainer Sitzvolleyball Damen), Sylvia Peuker (Redaktionsleiterin Sportprojekte MDR), Stephan Pöhler (Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen) und Dr. Joachim Lamla (kaufmännischer Geschäftsführer der Porsche GmbH). Der Dank gilt ihrer Zeit und Unterstützung im Bewertungsprozess.

Pandemie-bedingt musste die Preisverleihung des „Inklusionspreises Sport 2020“ in Präsenz ausfallen. Daher bestand der Wunsch die Auszeichnung persönlich nachzuholen. Die 3 Vereine aus dem letzten Jahr sollten in einem entsprechenden Rahmen auch noch einmal geehrt werden.

Auf dem Foto von links nach rechts: Simone Zimmermann (Vizepräsidentin SBV), Vertreterinnen des SC Riesa, Vertreter des SV Koweg Görlitz, Vertreterinnen des CVV CheerMANIA, Uwe Jahn (Präsident SBV)

Der SBV gratuliert allen Preisträgern aus den Jahren 2020 und 2021 des „Inklusionspreises Sport für sächsische Vereine“ zu ihrer besonderen und engagierten Inklusionsarbeit im Sport.

Außerdem möchte der Verband sich recht herzlich bei allen Bewerber*innen für ihre Teilnahme an der Preisverleihung bedanken. Auch wenn sich die Jury für andere Vereine entschieden hat, so sei gesagt: Auf dem Weg hin zu mehr gleichberechtigter Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Sport ist ihre Arbeit ein wichtiger Beitrag und dafür möchte der SBV noch einmal Danke sagen.

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