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Sportclub Riesa – Abteilung Schwimmen

Der Sportclub Riesa e.V. ist ein Großsportverein mit 20 Abteilungen. 2700 Mitglieder treiben regelmäßig Sport. Knapp 400 davon sind in der Abteilung Schwimmen beheimatet, wo Mitglieder neben Schwimmen auch Flossenschwimmen und Wasserspringen können. Vom Schwimmlehrgang bis zum Seniorenschwimmen bietet der SC Riesa allen Sportinteressierten eine Möglichkeit, sich im Wasser zu bewegen. Neben Breitensport (Jugend und Senioren) und Nachwuchsleistungs- sowie Wettkampfsport (Jugend und Masters) hat sich eine Sportgruppe mit Handicap etabliert.

Kooperation mit der Lebenshilfe Riesa

In Kooperation mit der Lebenshilfe Riesa wurden sportbegeisterte Jugendliche und Erwachsene für das Projekt gesucht und schnell gefunden. Das Angebot bestand darin, einmal wöchentlich eine Trainingseinheit unter sportfachlicher Leitung zu organisieren. Über die Jahre ist die Sportgruppe auf 20 Mitglieder gewachsen. Diese besteht seit nunmehr zwölf Jahren und alle Sportler*innen sind begeistert und freuen sich auf das Training und alle Aktivitäten, wenn es die Corona-bedingten Maßnahmen wieder zulassen. Dennoch, die Gemeinschaft ist geblieben und wird auch weiterhin bestehen bleiben. Mit erreichten Zielen und neuen Ideen entwickelt der SC Riesa das Projekt immer weiter. Aktuell plant der Verein eine Sportgruppe für Schwimmer mit körperlicher Behinderung und für ihre Special Olympics-Schwimmer die Teilnahme an den World Games 2023 in Berlin.

Meilensteine

Der SC Riesa weiß auch Meilensteine zu benennen. So hebt dieser die erlebnisreichen Tage zu den Special Olympics Sommerspielen hervor, an denen sie bisher drei Mal teilgenommen haben. Die Reisen wurden komplett über den Verein finanziert und ermöglichen den Sportler*innen, die sich zumeist keinen Urlaub leisten können, ein tolles Erlebnis. Es ist großartig mitzuerleben, wie viel Vorfreude die Sportler auf Reisen entwickeln und wie sie auf ihre Art dankbar sind“, so Katharina Schade, Abteilungsleiterin Schwimmen. Sportler*innen mit Handicap werden sehr gut im Team der Schwimmer aufgenommen. Es besteht ein freundschaftliches Verhältnis im Umgang miteinander und die Jüngeren schauen sich dies bei den Älteren wiederum ab.

Enge Zusammenarbeit

Außerdem hat die enge und sehr gute Zusammenarbeit mit den Verbänden (Special Olympics Sachsen & SBV) positive Außenwirkung. Es bringt Vertrauen bis hin zur Ausrichtung von Wettkampfveranstaltungen, welche medial begleitet werden. Zur Frage der Herausforderung berichtet Katharina Schade über die Ausweitung des Projektes und das Personal: „Engagierte Übungsleiter sind schwer zu finden. Sie müssen die Gruppe kennen lernen, ebenso ins Team reinwachsen und den bestehenden Mehraufwand mit kreativen Ideen zuverlässig meistern“, so die Abteilungsleiterin. Und weiter: „Die Herausforderung besteht darin, die Gruppe weiter zu führen und parallel Sportler zu akquirieren, die die unsere Einzelsportler mit körperlicher Behinderung zu einer eigenen Trainingsgruppe ergänzen“.

Um das Projekt „Schwimmangebote für Menschen mit Handicap“ langfristig zu sichern, ist der SC Riesa ausdauernd und kreativ. Leistungen haben sich entwickelt und mit diesem auch die Erfolge. „Wichtig sind neben unseren Sportlern die verantwortlichen Übungsleiter, die mit ihren Ideen zum Gelingen beitragen und immer neue Zielstellungen entwickeln. Und wenn mal nicht alles nach Plan läuft, nicht gleich aufgeben!“, so Katharina Schade.

Foto: Katharina Schade/SC Riesa

Teil 2 unserer Serie: Inklusive Vereinsarbeit – Tue Gutes und sprich darüber!

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